Sehenswertes

Madeira Sehenswürdigkeiten: 8 Orte und die beste Uhrzeit

Acht Orte auf Madeira, für die du einen ganzen Tag planen solltest, mit der Tageszeit, zu der jeder am schönsten ist, und was du vor der Anfahrt wissen musst.

Pico do Arieiro
Foto: H. Zell · Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Acht Orte auf Madeira sind es wert, dass du einen ganzen Tag um sie herum planst: ein Berggipfel, eine kahle Halbinsel, ein Wald voller Wasserfälle, ein Nebelwald, Lavapools, eine Steilklippe, ein Leuchtturm und eine Altstadt. Jeder hat eine Stunde, in der er am schönsten ist, und eine, in der er ein Parkplatz ist. Wir nennen dir zu jedem beide.

Kurz gesagt

  • Pico do Areeiro, Fanal und Cabo Girão sind früh am schönsten, Ponta do Pargo bei Sonnenuntergang. Plan den Tag danach, nicht nach der Karte.
  • Drei der acht sind Wanderungen auf klassifizierten Wegen und brauchen eine vorher online gebuchte Lizenz: 2026 jeweils 4,50 € pro Person (10,50 € für den ganzen Grat des PR 1).
  • Bündel die Orte nach Region. Auf der Karte ist Madeira klein, auf der Straße langsam.
  • Schau vor jeder Fahrt in die Berge auf eine Livewebcam. Sonne in Funchal sagt nichts über die Gipfel.

Die acht auf einen Blick

Ort Beste Zeit Was du brauchst Region
Pico do Areeiro Sonnenaufgang Auto, warme Schicht Mitte
Ponta de São Lourenço Vor 9 oder nach 16 Uhr Lizenz, viel Wasser Osten
Rabaçal (Risco und 25 Fontes) Vor 9 Uhr Lizenz, Taschenlampe Westen, Hochland
Fanal Ein nebliger Morgen Jacke, Lizenz, wenn du den Wanderweg gehst Nordwesten, Hochland
Naturpools Porto Moniz Nachmittags, bei ruhiger See Handtuch, 3 € (2026) Nordwesten
Cabo Girão Zur Öffnung um 8 Uhr 5 €, wenn du kein Einwohner bist (2026) Süden
Ponta do Pargo Sonnenuntergang Einen Pullover Äußerster Westen
Altstadt von Funchal Vormittags Bequeme Schuhe Funchal

1. Pico do Areeiro, bei Sonnenaufgang

Der Pico do Areeiro ist der dritthöchste Gipfel der Insel und der einzige hohe, auf den du fahren kannst. Mit 1.818 m liegt er bei Tagesanbruch oft über der Wolkendecke, wenn sich die Täler darunter weiß füllen und die Grate herausragen wie die Rücken von Tieren.

Warum bei Sonnenaufgang: Früh ist der Gipfel meist frei, am späten Vormittag steckt er in den Wolken. Im Sommer ist der Parkplatz voll, bevor die Sonne aufgeht, und die Autos stehen die Straße hinunter.

Was schiefgeht: Die Leute fahren in Shorts hinauf. In dieser Höhe ist es das ganze Jahr kalt und windig. Das andere sind die Wolken: Zeigt die Webcam Grau, geh wieder ins Bett und versuch es morgen.

Länger bleiben: Geh das erste Stück des Grats auf dem PR 1 bis Pedra Rija und zurück, etwa eine Stunde, mit Lizenz. Hinter Pedra Rija ist der Grat eine Einbahnstraße, vom Areeiro Richtung Pico Ruivo, mit einer Lizenz für 10,50 €. Für das andere Ende musst du also den Transport organisieren.

2. Ponta de São Lourenço, früh oder spät

An der Ostspitze hört Madeira auf, grün zu sein. Die Ponta de São Lourenço ist eine schmale Halbinsel aus rotem, ockerfarbenem und schwarzem Fels, mit Meer auf beiden Seiten und keinem einzigen Baum. Es ist der trockenste Teil der Insel, und die Farben im Gestein wechseln alle paar hundert Meter.

Warum früh oder spät: Es gibt keinerlei Schatten, und die Mittagssonne, die vom nackten Fels zurückstrahlt, macht den Weg zur Plackerei. Der Parkplatz an der Baía d’Abra ist in der Saison am Vormittag voll.

Was schiefgeht: Die Leute nehmen für „nur 4 km“ eine kleine Flasche mit. Hin und zurück dauert die Wanderung zweieinhalb Stunden, und das einzige Café, die Casa do Sardinha kurz vor dem Ende, soll erst am Vormittag öffnen. Hier weht der stärkste Wind der Insel und sperrt den Weg mehrmals im Jahr, und im Oktober 2026 führt Visit Madeira den Weg als eingeschränkt, mit kurzen ausgeschilderten Umleitungen. Prüf also vorher den Status. An manchen Kanten gibt es kein Geländer.

Unterwegs: Halt an der Ponta do Rosto, an der die meisten vorbeifahren. Die Autotour Bis ans Ostende deckt die ganze Strecke ab Funchal ab.

3. Rabaçal, vor dem Ansturm

Rabaçal ist ein Forsthaus in einem steilen grünen Kessel aus Lorbeerwald, und hier beginnen zwei der meistbegangenen Levadas der Insel. Auf der Levada do Risco bist du in einer halben Stunde an einem Wasserfall, der in einer einzigen weißen Linie eine dunkle Wand hinunterfällt. Die 25 Fontes führt weiter zu einem Becken, in das aus einer moosigen Felswand gut zwei Dutzend Quellen auf einmal rinnen.

Warum früh: Ab elf ist der schmale Weg in beide Richtungen eine Schlange, und das ist nicht nur lästig, sondern gefährlich, weil es auf einer Seite steil abfällt.

Was schiefgeht: die Straße. Nach Rabaçal hinunter kannst du nicht fahren. Du parkst an der ER 105 und gehst 2 km auf einer asphaltierten Straße, oder du nimmst den Shuttle der Gemeinde (2026: 5 € einfach, 8 € hin und zurück; nimm Bargeld mit). Die Straße von Encumeada herüber ist seit Januar 2024 gesperrt. Von Funchal fährst du also auf der Schnellstraße nach Westen und von Arco da Calheta hinauf. Für beide Wanderungen zusammen brauchst du etwa drei Stunden, und nimm für den kurzen Tunnel eine Taschenlampe mit.

4. Fanal, im Nebel

Auf der Hochebene im Nordwesten liegt der Fanal, ein grasiger Hang mit alten Stinklorbeerbäumen (Til), die der Wind so verdreht hat, dass sie sich zu bewegen scheinen. An einem klaren Tag ist das ein hübscher Picknickplatz. Im Nebel ist es etwas ganz anderes: Die Bäume tauchen einer nach dem anderen aus dem Weiß auf, und die Kühe siehst du, bevor du sie hörst.

Warum Nebel: Darum geht es ja, und auf 1.400 m bekommst du ihn meistens, am häufigsten morgens.

Was schiefgeht: Der Nebel ist auch der Grund, warum sich hier Leute verlaufen. Die Sicht fällt ohne Vorwarnung auf ein paar Meter. Bleib in der Nähe der Straße oder auf dem markierten Weg. Es ist kalt und feucht, nimm also eine Jacke mit. Um zwischen den Bäumen in der Nähe des Parkplatzes zu stehen, brauchst du keine Lizenz, für den Wanderweg PR 13 schon.

5. Naturpools von Porto Moniz, bei ruhiger See

In der Nordwestecke füllt das Meer Becken im schwarzen Lavagestein und frischt sie mit jeder Welle auf. Die Naturpools von Porto Moniz gibt es in zwei Varianten: die städtische Anlage mit Umkleiden, Bar, Rettungsschwimmern und Liegen (2026: 3 € Eintritt für alle über drei Jahre) und die kostenlosen natürlichen Becken ein Stück weiter westlich, mit nichts als Fels.

Warum nachmittags: Die Nordküste ist morgens oft bewölkt. Nachmittags stehen die Chancen auf Sonne besser, und nach einem Tag im Auto hast du dir das Bad verdient.

Was schiefgeht: hoher Seegang. Dann schlagen die Wellen über die Mauern und die Pools werden geschlossen, oder sollten es zumindest. Das Wasser ist offener Atlantik und fühlt sich selbst im August kühl an. Ist Porto Moniz voll, sind die Naturpools von Seixal weiter an der Küste klein, kostenlos und vor allem von Einheimischen besucht.

6. Cabo Girão, zur Öffnung

Das Cabo Girão ist mit etwa 580 m eine der höchsten Steilklippen Europas, und an seiner Kante ist eine Glasplattform festgeschraubt. Wenn du darauf stehst, ist unter deinen Schuhen nichts als Luft und, sehr weit unten, kleine grüne Felder, bewirtschaftet auf einem Streifen abgestürzten Gesteins direkt am Wasser.

Warum zur Öffnung: Die Tore öffnen um 8 Uhr, zwanzig Minuten von Funchal entfernt, und die Reisebusse kommen am Vormittag.

Was schiefgeht: Der Preis überrascht viele. Seit Januar 2026 kostet der Eintritt 5 € für alle über 12, die nicht auf Madeira wohnen, 2025 waren es noch 3 €. Das Tourismusamt nennt die Gebühr für den ganzen Aussichtspunkt, nicht nur für die Glasplatte, entscheide dich also, bevor du parkst. Es geht schnell: Eine halbe Stunde reicht völlig, damit ist es der natürliche erste Halt eines Tages im Westen auf der Tour Die Westküste.

7. Ponta do Pargo, bei Sonnenuntergang

Der westlichste Punkt Madeiras ist ein Leuchtturm, in Betrieb seit 1922, auf einer Klippe fast 300 m über dem Meer, mit Feldern bis an die Kante und nichts zwischen dir und Amerika. Die Ponta do Pargo bietet den schönsten Sonnenuntergang der Insel und einen der einsamsten, weil sie weit von Funchal entfernt liegt.

Warum Sonnenuntergang: Sie schaut genau nach Westen auf den offenen Ozean. Komm eine halbe Stunde vorher und bleib, wenn die Sonne weg ist, dann sind die Farben am schönsten.

Was schiefgeht: die Heimfahrt im Dunkeln auf Straßen, die du nicht kennst. Übernachte entweder im Westen oder fahr über die Schnellstraße zurück statt über die Küstenstraße. Neben dem Leuchtturm gibt es ein kleines Museum über die Leuchttürme der Insel, zehn Minuten wert, wenn du früh dran bist.

In der Nähe: Der äußerste Westen beginnt an diesem Leuchtturm und führt bis nach Porto Moniz, vorbei an der steilen Seilbahn von Achadas da Cruz. Mach die Tour am Nachmittag und komm zum Sonnenuntergang zurück, oder umgekehrt an einem zweiten Tag.

8. Die Altstadt von Funchal, am Vormittag

In Funchal wohnen die meisten Besucher, und gerade Funchal sehen sie am wenigsten, weil sie jeden Morgen mit dem Auto losfahren. Gönn der Stadt einen Vormittag zu Fuß.

Fang am Mercado dos Lavradores an, der Markthalle von 1940 mit bemalten Fliesen, Blumenverkäuferinnen am Eingang und dem Fischmarkt im Untergeschoss. Am lebhaftesten ist es früh, und freitags hat sie am längsten offen, bis 20 Uhr. Dann geh hinein in die Altstadt: die Kathedrale aus Vulkangestein und die bemalten Türen der Rua de Santa Maria. Der Rundgang Die Türen von Funchal verbindet das in zwei Stunden. Das Fischerviertel ist sein Gegenstück, vom Fischmarkt nach Osten bis zur gelben Festung und zum Kieselstrand.

Warum vormittags: bevor die Kreuzfahrtgäste kommen und, im Sommer, bevor es heiß wird.

Was schiefgeht: Obst auf dem Markt kaufen. Die Preise sind für Touristen gemacht. Probier dort und kauf dann im Supermarkt.

Für jede der Wanderungen oben hat die App den Weg offline mit deinem Standort darauf und warnt dich, wenn das IFCN ihn sperrt.

Häufige Fragen

Welchen Ort auf Madeira darf man auf keinen Fall verpassen?

Wenn der Morgen klar ist: den Pico do Areeiro bei Sonnenaufgang. Du fährst auf 1.818 m hinauf und stehst an einem guten Tag über einem Wolkenmeer, die höchsten Grate der Insel vor dir.

Wie viele dieser Orte schaffe ich an einem Tag?

Zwei oder drei, nach Region gebündelt. Ponta de São Lourenço und Funchal passen an einen Tag, Rabaçal, Ponta do Pargo und Porto Moniz an einen anderen. Wer quer über die Insel fährt, um sie zu mischen, verbringt den Tag in Tunneln.

Für welche dieser Orte muss ich buchen?

Die Wanderungen an der Ponta de São Lourenço, in Rabaçal und im Fanal sind klassifizierte PR-Wanderwege und brauchen eine vorab online gekaufte Lizenz: 4,50 € pro Person im Jahr 2026. Aussichtspunkte und Naturpools nicht.

Sind diese Orte überlaufen?

Areeiro, 25 Fontes, Cabo Girão und Ponta de São Lourenço sind in der Saison ab dem Vormittag voll. Wenn du vor neun oder am späten Nachmittag kommst, entgehst du dem meisten. Der Areeiro ist die Ausnahme: Dort ist bei Sonnenaufgang am meisten los.

Komme ich ohne Auto hin?

Nach Funchal, zum Cabo Girão und zur Ponta de São Lourenço fahren Busse, und ein täglicher Bus fährt zum Pico do Areeiro hinauf (2026 um 6 und um 13:30 Uhr ab der Seilbahnstation in Funchal). Für Rabaçal, Fanal und Ponta do Pargo brauchst du realistisch ein Auto, ein Taxi oder eine geführte Tour.