Reiserouten

Madeira in einer Woche: Reiseroute für 7 Tage, wetterflexibel

Eine Woche Madeira, Tag für Tag: Funchal, die Gipfel im Morgengrauen, beide Küsten, zwei Levada-Wanderungen, ein ruhiger Tag und ein Plan B für jeden Wolkenmorgen.

PR 1 Vereda do Areeiro
Foto: Krzysztof Popławski · Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Eine Woche auf Madeira reicht, um jeden Teil der Insel einmal zu sehen: Funchal zu Fuß, ein Sonnenaufgang auf den hohen Gipfeln, die Westküste, der feuchte Norden, der karge Osten, zwei gute Levadas und ein Tag ohne Programm. Der Plan ist so gebaut, dass sich die Bergtage verschieben lassen. Drei der sieben Tage sind an Orte gebunden, die bei fast jedem Wetter funktionieren, die anderen vier sind Karten, die du ausspielst, wenn die Gipfel-Webcam grünes Licht gibt.

Kurz gesagt

  • Die Tage 1, 2 und 7 sind entspannte Tage rund um Funchal. Die Tage 3 bis 6 sind die großen, und ihre Reihenfolge legst du jeden Abend nach der Vorhersage für die Gipfel fest.
  • Buch die Wanderlizenzen vor jeder Wanderung online: 2026 kosten sie 4,50 € pro Person und Wanderweg, 10,50 € für den ganzen Grat des PR 1.
  • Mehrere der schönsten Wanderungen, darunter der ganze Grat des PR 1, enden weit weg vom Start. Kümmere dich um die Rückfahrt, bevor du losgehst.
  • Die Straße von der Encumeada nach Rabaçal ist seit Januar 2024 gesperrt. Fahr zu den 25 Fontes stattdessen über Calheta.
  • Lass einen Tag frei. Du brauchst ihn für den Tag, an dem die Wolken gewinnen.

So passt die Woche zusammen

Tag Region Wetterabhängig?
1 Uferpromenade von Funchal Nein
2 Altstadt von Funchal und Monte Nein
3 Die hohen Gipfel Ja, braucht einen klaren Morgen
4 Die Südwestküste Selten
5 Rabaçal und der äußerste Westen Ja, am besten ein trockener Vormittag
6 Die Nordküste Richtung Osten Ja
7 Die Ostspitze, danach Ruhe Nein

Schau am Abend von Tag 2 und an jedem Abend danach auf eine Live-Webcam vom Pico do Areeiro und auf die Vorhersage für den Norden. Klarer Sonnenaufgang angesagt: Morgen ist Tag 3. Starkregen im Norden: Schieb Tag 6 nach hinten und mach Tag 4. Durch das Umstellen geht nichts verloren. Die Tabelle ist eine Speisekarte, kein Fahrplan.

Ab Tag 3 brauchst du ein Auto. Die Tage 1 und 2 sind zu Fuß, hol den Wagen also erst am Morgen von Tag 3 ab und spar dir zwei Miettage. Alles Weitere steht in Mietwagen auf Madeira.

Tag 1: ankommen und an der Promenade entlang

Flüge nach Madeira werden umgeleitet, wenn der Wind falsch steht (siehe Der Flughafen und der Wind). Plan am Anreisetag also nichts mit fester Uhrzeit.

Wenn du da bist, geh die Tour Das Fischerviertel: zweieinhalb Stunden vom Fischmarkt nach Osten zur gelben Festung, hinunter zum Kieselstrand, von dem aus die Fischerboote zu Wasser gelassen wurden, und am Wasser entlang zurück zum Jachthafen. Es ist flach, es endet in der Nähe des Abendessens, und du erfährst, wie die Stadt entstanden ist, bevor du den Rest von ihr siehst.

Tag 2: die Altstadt von Funchal, dann hinauf nach Monte

Vormittags. Der Mercado dos Lavradores ist früh am Tag am vollsten. Schau, probier und kauf dein Obst danach im Supermarkt, wo dasselbe weniger kostet. Dann geh die Tour Die Türen von Funchal: die Kathedrale, das Jesuitenkolleg mit seinen Kanonentürmen und die bemalten Türen der Rua de Santa Maria. Zwei Stunden.

Nachmittags. Fahr mit der Seilbahn von der Uferpromenade hinauf nach Monte, ungefähr eine Viertelstunde in der Kabine (die letzte fährt um 17:45 Uhr hinauf). Oben liegt der Garten des Monte Palace: 18 € im Jahr 2026, letzter Einlass von April bis September um 18:15 Uhr und von Oktober bis März um 17:15 Uhr. Runter nach Livramento geht es im Korbschlitten, gebremst von zwei weiß gekleideten Fahrern, die nebenher laufen. Die Schlitten fahren montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr und pausieren auch an einer Handvoll Feiertagen. Fällt Tag 2 auf einen Sonntag, tausch ihn mit Tag 7.

Tag 3: die Gipfel im Morgengrauen

An diesen Tag erinnern sich die meisten Leute, und er ist der, den dir Wolken am ehesten verderben. Spiel ihn nur an einem Morgen aus, an dem die Webcam klare Sicht zeigt.

Fahr im Dunkeln aus Funchal los. Der Parkplatz am Pico do Areeiro ist im Sommer schon vor Sonnenaufgang voll. Nimm eine Stirnlampe, eine warme Schicht und mehr Wasser mit, als vernünftig scheint.

Jetzt such dir deine Wanderung aus, denn die berühmte hat einen Haken.

Der ganze Grat. Der PR 1 vom Pico do Areeiro zum Pico Ruivo führt 6,1 km durch Tunnel und über in den Fels gehauene Treppen hinab, mit tiefen Abgründen neben dem Weg. In beide Richtungen begehbar ist er nur bis Pedra Rija. Hinter dem Tor dort geht es nur noch in eine Richtung, vom Areeiro zum Pico Ruivo (1.862 m), zurück zu deinem Auto kannst du also nicht. Geh hinter dem Pico Ruivo noch etwa eine Stunde weiter bis Achada do Teixeira und nimm ein vorbestelltes Taxi zurück zum Areeiro, ungefähr eine Stunde auf der Straße. Rechne mit fünf Stunden, nicht mit den drei auf dem Schild. Die Lizenz kostet 10,50 € und gilt für ein Einlassfenster von einer halben Stunde; die ersten Fenster beginnen um 7 Uhr. Prüf am Vorabend den Status beim IFCN, denn dieser Abschnitt wird immer noch wegen Bauarbeiten und Wind gesperrt.

Der leichte Gipfel. Fahr hinüber nach Achada do Teixeira oberhalb von Santana und geh den PR 1.2 hinauf zum Pico Ruivo: anderthalb Stunden bergauf auf gutem Weg, etwas weniger zurück, derselbe Gipfel, und dein Auto wartet auf dich. Kombinier das mit dem Sonnenaufgang am Areeiro, wenn du den frühen Start verkraftest: Vom Areeiro nach Achada do Teixeira fährst du ungefähr eine Stunde, hinunter über Ribeiro Frio und Santana.

Die kurze Kostprobe. Geh vom Areeiro bis Pedra Rija und zurück, etwa eine Stunde. Deine Lizenz endet dort, und das wird kontrolliert.

Nachmittags: runterfahren, essen, schlafen. Du bist seit vier Uhr auf den Beinen.

Tag 4: die Südwestküste

Das ist die trockenste, sonnigste Seite der Insel und deine sicherste Wahl an einem Morgen, an dem die Gipfel in den Wolken stecken.

Fahr die Tour Die Westküste von Câmara de Lobos vorbei am Cabo Girão (2026 kostet der Eintritt für Nichtansässige 5 €, geöffnet ab 8 Uhr) und an den von Hand angelegten Terrassen bis Paul do Mar am Ende der alten Straße. Bei ruhiger See geh an der Praia do Portinho in Jardim do Mar schwimmen oder in Calheta, dem einzigen goldenen Sandstrand an der Südküste (der Sand kam beim Bau des Jachthafens aus Marokko).

Am späten Nachmittag fährst du an der Küste zurück nach Osten bis Ponta do Sol, dem sonnigsten Ort der Insel, und schaust von der Promenade aus den Sonnenuntergang an. Zwei Landzungen halten die Wolken aus dem Norden ab, deshalb ist es dort oft klar, wenn Funchal grau ist.

Wenn du gern die Unterkunft wechselst, ist das die Nacht für den Westen, irgendwo bei Calheta oder Ponta do Sol. Das spart dir morgen eine Stunde Fahrt.

Tag 5: vormittags Rabaçal, nachmittags der äußerste Westen

Das ist der vollste Tag der Woche, und er klappt am besten, wenn du im Westen übernachtet hast. Von Funchal aus kommt pro Richtung eine Stunde dazu.

Vormittags. In Rabaçal starten die bekanntesten Levada-Wanderungen der Insel, und der Parkplatz oberhalb an der ER 105 ist früh voll. Wenn du aus Funchal kommst: Die Straße von der Encumeada ist seit Januar 2024 gesperrt, nimm also die Schnellstraße nach Westen und fahr ab Arco da Calheta hinauf. Vom Parkplatz geht es 2 km auf einer asphaltierten Straße hinunter, die du nicht befahren darfst. Lauf sie oder nimm den Shuttle der Gemeinde (2026 5 € einfach, 8 € hin und zurück; nimm Bargeld mit). Die Gemeinde veröffentlicht keine Fahrzeiten. Wenn du also vor neun auf dem Weg sein willst, plan ein, zu Fuß hinunterzugehen.

Geh die Levada do Risco bis zu ihrem Wasserfall (eine halbe Stunde pro Richtung) und dann die 25 Fontes, zusammen etwa drei Stunden und 8,6 km. Vor neun teilst du den Weg mit ein paar Dutzend Leuten. Um elf ist es eine Schlange. Es gibt einen niedrigen Tunnel und einige schmale Kanten. Der Wald ist feucht und kühl, selbst im August.

Nachmittags. Fahr hinunter zum Leuchtturm von Ponta do Pargo (etwa 40 Minuten von Rabaçal), dem westlichsten Punkt, und folge der Tour Der äußerste Westen um die Ecke an die Nordküste: eine Schlucht mit einem Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt, und in Achadas da Cruz eine Seilbahn, die oft als steilste Europas bezeichnet wird und zu einem Weinberg am Fuß der Klippe hinunterfährt. Die Tour endet in Porto Moniz. Schwimm in den Lavapools: Die kostenpflichtige Anlage (2026 3 €) hat Umkleiden, eine Bar und Rettungsschwimmer, die kostenlosen Becken nebenan nichts davon, und bei hohem Seegang schließen beide, weil das Meer über die Mauern schlägt.

Fahr über die Höhe heim, wenn es noch hell ist. Die ER 209 steigt von der Küste hinauf nach Fanal, wo alte Lorbeerbäume (Til) krumm im Nebel stehen, der spät am Tag oft wieder hereinzieht, und überquert dann die Hochebene Paul da Serra nach Süden. Die Straße ist schmal und langsam, keine, die man nach Einbruch der Dunkelheit im dichten Nebel fahren will. Wenn es spät ist, fahr lieber an der Nordküste zurück und durch den Tunnel bei São Vicente.

Tag 6: die Nordküste, von West nach Ost

Der Norden ist die nasse Seite. Er ist grüner, steiler und leerer, und hier siehst du, was der Regen geformt hat. Schüttet es, mach jetzt Tag 7 und komm später wieder.

Nimm den Tunnel von Ribeira Brava nach São Vicente, etwa 20 Minuten. Von dort hast du zwei Strecken. Beide passen nur dann in einen langen Tag, wenn du die westliche kurz hältst: Seixal ist 15 Minuten von São Vicente entfernt, und von dort nach Osten bis Portela und zurück nach Funchal sitzt du rund zwei Stunden am Steuer, ohne Stopps.

Fahr zuerst nach Westen, auf dem ersten Stück der Tour Porto Moniz, Seixal und mehr, bis Seixal und zum Véu da Noiva, einem Wasserfall, der an einer senkrechten Klippe zu Gischt zerfasert, gesehen von der alten Straße aus. Dann dreh um und folge der Tour Die wilde Nordküste von São Vicente nach Osten. Such dir die Stopps aus, denn die ganze Tour füllt allein einen Tag: der Heilige, der in einer Kiste ankam, die strohgedeckten Häuser in Santana, der Aussichtspunkt Guindaste bei Faial, die dampfbetriebene Zuckermühle in Porto da Cruz, die während der Zuckerrohrernte von März bis Mai immer noch Rum brennt, und über den Pass bei Portela zurück in den Süden.

Wenn du lieber wandern willst: Ersetz die westliche Hälfte durch die Levada do Caldeirão Verde ab Queimadas oberhalb von Santana. Vier unbeleuchtete Tunnel, am Ende ein Wasserfall in einem grünen Kessel und etwa vier Stunden, wenn du dort umkehrst. Der Parkplatz ist klein und kostet Geld: 2 € pro Stunde nach einer kostenlosen ersten halben Stunde, höchstens 10 € am Tag. Nimm eine richtige Taschenlampe mit, nicht das Handy.

Tag 7: die Ostspitze, danach nichts

Früh. Fahr die Tour Bis ans Ostende bis zur Baía d’Abra und geh den PR 8 an der Ponta de São Lourenço: zweieinhalb Stunden über nackten roten Fels, links und rechts das Meer. Steh um halb neun auf dem Parkplatz. Es gibt keinen Schatten und keine Möglichkeit, die Flasche aufzufüllen, bis zum Café kurz vor dem Ende (das angeblich am späten Vormittag öffnet), und ein paar Mal im Jahr ist der Wind so stark, dass der Weg gesperrt wird. Im Oktober 2026 ist er als eingeschränkt gelistet, mit kurzen ausgeschilderten Umleitungen, denen du folgen musst.

Später Vormittag. Schwimm an der Prainha, der schwarzen Sandbucht unterhalb von Caniçal, oder schnorchel auf dem Rückweg im Meeresschutzgebiet Garajau, wo ab 10 Uhr eine kleine Seilbahn zum Ufer hinunterfährt.

Der Rest. Nichts. Pack, setz dich in Funchal ans Meer und nutz die freien Stunden für das, was du verpasst hast. Wenn eine Bootstour zu den Delfinen auf deiner Liste steht, ist dieser Nachmittag die Zeit dafür, oder der Tag, an dem die Berge für dich zu waren.

Was sich im Winter ändert

Von November bis März sind die Tage kürzer und der Norden ist nasser. Die Sonne geht später auf, was Tag 3 leichter macht. Wasserfälle wie der Risco führen viel Wasser. Nach Stürmen werden Wanderwege öfter gesperrt, prüf die Statusseite des IFCN also am Morgen jeder Wanderung, nicht am Abend davor. Den Rest findest du unter Wetter und was du einpacken solltest.

Auf den langen Fahrten im Westen und Norden erzählt dir die App, was du gerade siehst, während du daran vorbeifährst, und sie funktioniert ohne Netz in den Tunneln und Tälern.

Häufige Fragen

Reicht eine Woche für Madeira?

In einer Woche siehst du jede Region einmal, gehst zwei, drei richtige Wanderwege und hast trotzdem noch einen ruhigen Tag. Jede Levada schaffst du nicht, aber das schafft in der ersten Woche niemand.

Sollte ich eine Woche lang an einem Ort auf Madeira bleiben?

Funchal funktioniert als einzige Unterkunft, weil die Schnellstraße an der Südküste beide Enden der Insel erreicht. Wenn du gern umziehst, verbring die beiden mittleren Nächte an der sonnigen Südwestküste bei Calheta oder Ponta do Sol. Das verkürzt die Tage im Westen.

Kann ich den ganzen Grat vom Pico do Areeiro zum Pico Ruivo gehen?

Ja, aber nur in eine Richtung. Der PR 1 ist bis Pedra Rija in beide Richtungen begehbar; danach darfst du nur vom Areeiro Richtung Pico Ruivo gehen und kommst weit weg von deinem Auto an. Bestell ein Taxi von Achada do Teixeira zurück zum Areeiro oder steig stattdessen von Achada do Teixeira auf den Pico Ruivo.

Wie viele Wanderlizenzen brauche ich für diese Route?

Zwischen drei und sechs, je nachdem, welche Wanderungen du wählst. Jeder klassifizierte PR-Wanderweg kostet 2026 4,50 € pro Person, der ganze Grat des PR 1 kostet 10,50 €. Buch sie vorher auf SIMplifica; jede Buchung hat ein Einlassfenster von einer halben Stunde.

Was mache ich, wenn es die ganze Woche regnet?

Regen an der Nordküste heißt selten Regen überall. Der Südwesten um Ponta do Sol und die Ostspitze sind die trockensten Ecken der Insel. Halte dir Funchal, die Bootstour und den Tag in Monte als Karten für schlechtes Wetter zurück.

Gerade jetzt, in der App

Wo scheint heute die Sonne?

Madeira hat nicht ein Wetter, sondern mehrere gleichzeitig: Sonne in Funchal, Wolken in Santana, Wind auf den Gipfeln. Die App zeigt das Wetter für jeden Teil der Insel, die Live-Webcams und die Zeiten für Sonnenauf- und -untergang. So weißt du, welche Küste es sein soll, bevor du ins Auto steigst.

Heute in der App ansehen
Der Explore-Bildschirm der App: Wetter und Live-Webcams gerade jetzt, dazu die heute geöffneten Wanderwege